Hier bekommt ihr einen kleinen Einblick in mein Leben. 

Ich versuche zu zeigen, wie ich es schaffe, Autorin, Mutter und Ehefrau zu sein und dass ich wie alle anderen nicht perfekt bin, im Gegenteil.          

Ich hoffe, ihr folgt mir ab und zu in meinen ganz normal chaotischen Alltag und verfolgt meine Geschichten und Erfahrungen.

Eindrücke aus Dänemark

Das erste Mal  Urlaub im Norden 

Für mich bedeutet Urlaub und Erholung eigentlich immer nur: ab in den Süden.

Wir fahren immer nach Spanien und genießen das Klima, das Essen und das Meer. Wir fahren meistens mit dem Auto, von Berlin über Frankreich, wo wir in der Regel übernachten und dort auch ein paar Tage verbringen. Dann geht es weiter nach Spanien. Da wir länger in Spanien sind und auch dort viel herumfahren, lohnt sich die Fahrt mit dem Auto. Jedes Mal, wenn wir den Berg nach Spanien hochfahren und genau auf dem Gipfel die Grenze passieren, schlägt mein Herz schneller.

Dieses Jahr habe ich im April Younes, unseren dritten Engel, zur Welt gebracht und da es im Sommer sehr heiß in Spanien ist, wollten wir das Klima und die lange Autofahrt einem vier Monate alten Säugling nicht antun. Also haben wir nach Alternativen gesucht und sind sehr schnell auf Dänemark gekommen.

 

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Mein wahres Leben zwischen zwei Religionen 2

Bitte zuerst den Artikel lesen:

 http://e.jimdo.com/app/s877515f2fe0dacf1/p4471705f510798bc?cmsEdit=1

Dann geht es hier weiter:

Wir waren einige Jahre zusammen, als nun die Hochzeit geplant wurde. Wie so viele Frauen hatte ich schon einige Vorstellungen. Ich wollte eine schöne Location mit Pavillon, unter dem ein Priester und ein Imam zusammen die Trauung vollziehen.

Hier in Berlin gar kein Problem, es sollten viele Gäste kommen, auch aus dem Ausland und die Planungen wurden immer größer und ausgefallener.

Nun waren wir so lange zusammen, verlobt, kurz davor zu heiraten, ich war fertig mit meiner Ausbildung, mein Mann hatte einen guten Job, wir lebten in einer sehr großen Wohnung, es war alles perfekt. Und da wir eh bald Kinder wollten, haben wir nicht mehr so genau aufgepasst und mitten in den Planungen unserer riesigen Traumhochzeit habe ich gemerkt, dass ich bereits da ein kleines Wunder in mir getragen habe. 

Man kann nicht sagen, es war nicht geplant, wir haben nicht damit gerechnet, dass es so schnell geht, doch wir haben uns wirklich alle sehr gefreut. Ich war noch jung und das erste Mal schwanger und dachte am Anfang, ja, kein Problem, Hochzeit findet trotzdem statt. Doch je mehr Wochen vergingen, umso mehr spürte ich, dass das nicht so einfach sein würde.

Wir sind nicht sehr altmodisch, doch ich habe mich dann geweigert, schwanger vor einen Priester und einen Imam zu treten und zu heiraten, das kann man immer nachholen.

Mein Bauch wuchs und wuchs und meine Vorstellungen von einem Traumkleid schrumpften immer mehr. Auf den Vorschlag, bis nach der Geburt mit der Hochzeit zu warten, konnte ich gar nicht eingehen; wenn man schwanger ist, denkt man über vieles ganz anders nach, verbeißt sich oft in Kleinigkeiten und mir war es plötzlich extrem wichtig, dass mein Kind und ich den Namen meines Mannes tragen, wie es sich gehört. Jetzt würde ich da vielleicht auch anders drüber denken, damals war es sehr wichtig für mich, noch vor der Geburt verheiratet zu sein. 

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Mein wahres Leben zwischen zwei Religionen

Mittlerweile habe ich zwei Bücher geschrieben, die davon handeln, wie Liebe Menschen aus völlig verschiedenen Kulturkreisen und mit unterschiedlichen Religionen aneinander bindet. Dass solch eine Liebe machbar ist und funktionieren kann. Natürlich hat mich dieses Thema besonders interessiert, weil es mich persönlich betrifft und ich meine eigenen Erfahrungen damit gemacht habe. Bis heute werde ich auch immer wieder deswegen angeschrieben, dass so etwas eher doch nicht möglich ist, dass ich es im Buch schön verpacke und es im realen Leben aber eher nicht umsetzbar ist, doch ich kann darüber nur immer lächeln.

Doch es ist machbar, ich lebe es jeden Tag und ich kann mir nichts Besseres wünschen, deswegen lasse ich euch neben meinen Büchern Hope und Mila auch an meinen persönlichen Erfahrungen teilhaben.

Oft erlebe ich, dass mich Leute anschreiben und mir sagen, dass sie meine Bücher über die verschiedenen Religionen und deren gemeinsamen Weg toll finden, sich das aber nicht im realen Leben vorstellen können, dass man vor zu viele Probleme gestellt wird und es gar nicht wirklich funktionieren kann.

Ich kann ihnen dann einfach nur sagen:

Doch es geht, es funktioniert und das sogar ganz wunderbar, natürlich gibt es keine Garantien und es kann auch ganz furchtbar schiefgehen wie alle Ehen. Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen erzählen, jede Liebe und jeder Weg ist anders, jeder Mensch muss seine eigenen Erfahrungen machen und darf keine Angst davor haben.

Hier erzähle ich erst einmal, wie es dazu kam, dass wir ein Paar wurden, ob wir uns Gedanken gemacht haben, ob es klappen kann, so eine Beziehung zwischen zwei Religionen, und wie es kam, dass der Mann, der mich unter einem falschen Namen angerufen hat, mal mein Ehemann geworden ist.

Wenn mich jemand fragt, ob ich mir bewusst einen Muslimen als Mann gesucht hätte, wüsste ich gar nicht, was ich antworten würde, bei uns waren die Religionen nie ein besonders vordergründiges Thema, bis heute ist es nichts, worüber wir viel nachdenken oder reden, wir leben einfach damit, vielleicht ist das auch das Geheimnis. 

Als mein Mann und ich uns kennengelernt haben, waren wir beide noch sehr jung. Ich war sechzehn, er achtzehn. Er hat mich damals aus dem Bus gesehen und die Jungs, mit denen er zusammen war, kannten mich und haben ihm meine Telefonnummer gegeben. Ich werde niemals vergessen, wie er mich anrief und mir einen falschen Namen nannte, nur damit, falls ich ihn abblitzen ließe, er sich nicht vor seinen Freunden blamiert und sie wissen, dass er es war. Mein Mann bringt mich sicher um, wenn er das liest, aber ich fand das damals so merkwürdig und ungewöhnlich. Ich habe sofort gemerkt, dass er lügt und trotzdem bin ich mit einer Freundin zu dem ersten Treffen gegangen, um herauszubekommen, wer dieser verrückte Kerl ist.

Aus einem Treffen wurden zwei und dann immer mehr. Zu diesem Zeitpunkt hat niemand von uns beiden daran gedacht zu heiraten, ob das für die Zukunft passt, was mit den Religionen ist, wir waren dafür viel zu jung. Es war noch nicht einmal klar, ob wir ein Paar werden, mein Mann musste sich schon ziemlich um mich bemühen, bevor wir uns näher gekommen sind, doch auch dann hat sich niemand Gedanken um irgendwelche Religionen gemacht. Wir sind einfach in diese Beziehung hineingewachsen.

 

Ich war schon immer ein sehr misstrauischer Mensch und habe nicht so leicht jemanden an mich herangelassen und mein Mann hat das damals akzeptiert. So wie ich es oft in meinen Büchern beschreibe, hat auch mein Mann mein Herz komplett für sich gewonnen. Er musste gar nicht so spektakuläre Dinge anstellen. Was mir am meisten bedeutet hat, war, dass egal was war, egal wann ich ihn brauchte, er war immer da. Bis heute ist das so, wenn ich ihn brauche, ist er da, den ganzen Weg bis heute stand er immer hinter mir und ich wäre nicht das, was ich heute bin, ohne ihn. 

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Wieso man sich manchmal über beißende Kinder freut.

Von unsicheren Müttern und denen, bei denen niemals irgendetwas schief läuft.

Von unsicheren Müttern und denen, bei denen niemals irgendetwas schief läuft.

Mein kleines Monster Nino
Mein kleines Monster Nino

Bei drei Kindern hat man viele Erinnerungen, Schreckensmomente und besonders viele Glücksmomente, die einem für immer ins Herz gebrannt sind.

Vor zwei Tagen war ich mit einer Freundin nach langer Zeit mal wieder auf dem Spielplatz und dabei wurde ich an eine Zeit mit meinem ersten Sohn Nino erinnert, die ich bis heute nicht vergessen habe und wenn ich daran zurückdenke, noch immer dieses Gefühl spüre wie damals, etwas falsch gemacht zu haben und wie schlimm das damals für mich war.

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